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Das Lehrgedicht und Oratorium „Das Lied von der Erde“ des niederländischen Theologen und Dichters Huub Oosterhuis und des Komponisten Tom Löwenthal dreht sich um die Frage, warum die Menschheit ihrem Auftrag „die Erde zu hüten“ nicht entspricht, stattdessen die Schöpfung zerstört und ob es angesichts dessen eine Rettung für Erde und Menschen geben kann.

Für die Aufführung des Lehrgedichts „Das Lied von der Erde“ am 12. Oktober 2014 in der Pallottikirche gab es gleich mehrere gute Gründe:
Zum einen wollten wir damit unsere jetzt zehnjährige Zusammenarbeit mit der Amsterdamer Stiftung ‚De Nieuwe Liefde’ angemessen feiern. Unsere Freunde und Kollegen aus Holland veranstalten seit 2004 regelmäßig Liedtage bei und mit uns, die eine große Zahl theologisch und musikalisch Suchender mit der Gedankenwelt Huub Oosterhuis in Berührung bringt.
Zehn Jahre Zusammenarbeit mit Amsterdam. Zeit zu feiern – unser Miteinander, aber vor allem das, was uns gemeinsam umtreibt: Der Traum vom möglichen Leben, von Gerechtigkeit für alle.
Das “Lied von der Erde” hat, obwohl bereits 25 Jahre alt, nichts an Aktualität eingebüßt. Wir wollten es daher nicht bei der Aufführung des Lehrgedichtes belassen, sondern es in ein Projekt einbinden, bei dem wir es mit den gegenwärtigen globalen Krisen und deren Herausforderungen in Beziehung setzen.
So boten wir vom 10. – 12. Oktober 2014 das Projekt „„Das Chaos wenden – Von menschengemachten Krisen und deren menschenmöglicher Bewältigung. Und was Gott damit zu tun hat.“ an, dessen Titel dem Lehrgedicht entliehen ist: „Ich werde da sein in allen, die sich einander erbarmen, der Erde dienen, sie hüten, das Chaos wenden.“
Bild vergrößern Zusammen mit Germanwatch e.V. und der Stiftung ‚De Nieuwe Liefde’ luden wir ein, im Rahmen eines Liedtages die großen Chorpartien des „Lied von der Erde“ einzuüben und sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen oder in einem parallelen thematischen Seminar mit dem Titel „Das Leid (mit) der Erde“ die Herausforderungen, die im Stück aufgezeigt werden, zu diskutieren und nach privaten und politischen Handlungsmöglichkeiten im jeweiligen Alltag und Berufsfeld zu forschen.
Ergänzt wurden beide Seminarteile durch das Lehrhaus zur Schöpfung mit dem Bibelwissenschaftler Alex van Heusden unter dem Titel „Und Gott sprach: Ihr könnt auch anders!“ und die Lesung mit Texten von Huub Oosterhuis „Gott. Allmächtig?“
Bild vergrößern Diesem Projekt vorgeschaltet war das Jugendprojekt „Erde an Zukunft“ mit verschiedenen künstlerisch-kreativen Workshops zum Thema. Germanwatch hat auch dort die inhaltlichen Projektteile verantwortet und maßgeblich unterstützt.

Die Ergebnisse und Zusammenführung dieser drei Teile erlebten rund 300 Zuschauende in der großen Aufführung am Nachmittag des 12. Oktober 2014.
Mit diesem Projekt verbinden wir die Hoffnung, einen intensiven Dialog zwischen Musik, Theologie und Politik angestoßen zu haben zugunsten eines Themas, das die Menschheit in großer Dringlichkeit betrifft und neue Koalitionen erfordert.

Die Projektergebnisse sind als CD, Buch und E-Book erhältlich.

“Das Lied von der Erde”:

Text: Huub Oosterhuis
Musik: Tom Löwenthal

Projektleitung:

Korrepetition Projektchor/SolistInnen: Jörg A. Gattwinkel SAC, Haus Wasserburg, Henri Heuvelmans, De Nieuwe Liefde
Musikalische Gesamtleitung: Tom Löwenthal, De Nieuwe Liefde
Organisation und Referent Liedtag: Kees Kok, De Nieuwe Liefde
Inhaltliche Leitung: Stefan Rostock, Germanwatch e.V.
Gesamtleitung: Melanie Gehenzig, Haus Wasserburg

Produktion: Haus Wasserburg —
Pallottinische Jugendbildungs gGmbH
56179 Vallendar
E-Mail: E-Mail schreiben
Telefon: 0261 64080