1. Was ist Haus Wasserburg?

Haus Wasserburg ist ein Bildungshaus der kath. Gemeinschaft der Pallottiner für Jugendliche und Erwachsene, das sich auf die Durchführung von Veranstaltungen mit Schulklassen spezialisiert hat. Ein Team aus SozialpädagogInnen, PädagogInnen und TheologInnen unterstützt durch Studierende der unterschiedlichsten Fachrichtungen begleitet euren Kurs in unserem Haus.

2. Warum ein Aufenthalt in der Wasserburg?

Der Aufenthalt in Haus Wasserburg soll Gelegenheit geben, ohne Notendruck und Bewertungsstress über Themen ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen zu machen, für die im Schulalltag meist kein Raum und keine Zeit ist.

3. Worum geht’s in diesen Tagen?

Zu Beginn der Tage einigt Ihr euch zusammen mit euren KursleiterInnen in der Wasserburg auf die Themen und Inhalte, die während Eures Aufenthaltes im Mittelpunkt stehen sollen. Alle Themen, Fragen und Probleme, die euch oder eurer Klasse unter den Nägeln brennen und für die im Schulalltag wenig Raum ist, können in diesen Tagen zur Sprache gebracht werden: Klassengemeinschaft, Leben nach dem Tod, Leben in Beziehung – Freundschaft, Liebe, Partnerschaft, Sexualität, Sinn des Lebens, Sucht, Zukunftsfragen, Werte, Gott und die Welt, …

Oft stehen auch verschiedenste Aufgaben, die meistens nur durch entsprechende Zusammenarbeit von allen Beteiligten gelöst werden können im Mittelpunkt, um durch das gemeinsame Arbeiten, die Klassengemeinschaft zu stärken. Denn die Lösung solcher Aufgaben erfordern meistens recht unterschiedliche Fähigkeiten: Da ist z.B. Köpfchen genau so wie handfestes Anpacken, Beobachten und Zuhören gefordert, oft auch Geduld und Ausdauer.

4. Ist das wie Schule?

Keine Angst: Wir sitzen während der Kurszeiten nicht stundenlang im Kreis und reden, reden, reden… Es gibt ja auch andere Methoden, z.B. Kleingruppenarbeit, erlebnispädagogische Übungen, Phantasiereisen und Meditationen, Spiele, Sport und Aktionen, kreatives Arbeiten mit Ton oder Farbe. Das alles hilft mit, dass die Kurszeiten nicht langweilig werden. Vor allem aber könnt ihr mit euren Ideen und eurem Mitmachen dazu beitragen, dass die Tage hier gelingen und allen Spaß machen.

5. Wie läuft so ein Tag in der Wasserburg ab?

Zeit Was?
7:45 Uhr Wecken
8:15 bis 9:00 Uhr Frühstück
9:30 Uhr Tageseinstieg, anschl. Kurszeit
12:30 Uhr Mittagessen, anschl. Freizeit
15:00 Uhr Stehkaffee
16:00 Uhr Kurszeit
18:00 Uhr Vesper
18:30 Uhr Abendessen, anschl. Freizeit
22:00 Uhr Abendmeditation
23:00 Uhr Nachtruhe
Bei Gemeinschaftserlebnistagen (Klassenstufe 4 bis 6) findet ein gemeinsamer Tagesabschluss um 21.30 Uhr statt; die Nachtruhe ist um 22.00 Uhr.

6. Muss man überall dran teilnehmen?

Die Teilnahme an den Kurs- und Mahlzeiten ist verpflichtend, nicht zuletzt, weil die Tage vom Staat und der Kirche gefördert werden.

Zu Vesper und Abendmeditation laden wir euch herzlich ein. Gerade sie sind eine Möglichkeit, euch einmal Ruhe zum Nachdenken, gemeinsamen Singen und Beten zu gönnen. Bei eurer Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme solltet Ihr allerdings bedenken: Entscheiden kann man sich nur, wenn man was kennt. Also probiert’s auf jeden Fall mal aus!

Oft feiern wir am Ende der Tage einen gemeinsamen Abschlussgottesdienst. Wir wissen, dass nicht alle von euch damit unbedingt was anfangen können – vielleicht, weil ihr sie langweilig und wirklichkeitsfremd findet. Wir können euch aber versichern, dass die Gottesdienste bei uns anders sind.

7. Muss man für so was katholisch sein?

Nein! Auch Angehörige anderer Religionen und Weltanschauungen sind uns willkommen.

Wir von Haus Wasserburg orientieren unser Leben an christlichen Werten. Klar, dass das auch in die Arbeit mit euch einfließen wird, ohne dass wir euch unsere Überzeugungen aufzwingen wollen. Vielmehr wollen wir mit euch über eure Erfahrungen und Standpunkte ins Gespräch kommen, denn Dialog und Toleranz liegen uns am Herzen!

8. Was kann man in der Freizeit machen?

Wir haben in unserem Haus ein vielfältiges Freizeitangebot: Tischtennis, Kicker und Billard, Kletterwand, Gesellschaftsspiele, Musikinstrumente, Fußballwiese, Volleyball- und Basketballplatz, Kegelbahn und gemütliche Aufenthaltsräume.

9. Wie ist das mit Alkohol?

Alkohol ist in diesen Tagen tabu! Was das angeht, lassen wir nicht mit uns spaßen. Auf Alkoholexzesse haben wir nämlich keine Lust. Schließlich dienen die Tage hier der Besinnung und nicht der Besinnungslosigkeit!

10. Was ist mitzubringen?

3-teiliges Bettwäscheset (Spannbetttuch, Kissen- und Bettdeckenbezug, Schlafsäcke sind nicht erlaubt!), Handtücher, bequeme Klamotten, wetterfeste Kleidung und Schuhe, gerne eigene TT-Schläger und Bälle, Hausschuhe, Kleingeld für die Getränkeautomaten (Limo, Wasser, Apfelschorle kosten die 0,5l-Flasche 1,00 €; bei den Mahlzeiten gibt es immer auch freie Getränke), Musikinstrumente und Liederbücher. Tablet-PC und Laptop etc. können getrost zuhause gelassen werden; öffentlich zugängliches W-Lan gibt es im Haus übrigens nicht!