Di 2. April 2024 (Bildungs- und Gästehaus)

1.000 Tauben aus Papier hängen dieser Tage unter der Decke der Pallottikriche in Vallendar. Die Teilnehmenden des Jugend-Osterseminars in Haus Wasserburg erinnern damit an die österliche Botschaft. „Habt keine Angst. Er ist auferstanden“; steht auf jeder einzelnen Taube. In Zeiten, die geprägt sind Krieg und Krisen – sei es in Israel und Gaza, der Ukraine oder anderswo auf der Welt – geht es den Jugendlichen darum, den schlechten Nachrichten ein hoffnungsvolles Zeichen entgegenzusetzen. „Wir haben die Tauben aus weißem Papier gefaltet. Sie hängen in einer Höhe von drei bis vier Metern unter der Decke und sollen Kirchenbesucher daran erinnern, auch im Privaten den Frieden zu verbreiten“, so Teilnehmer Noah Beller (20). Sarah Schönecker (20) ergänzt:
„Unser Projekt soll ein Zeichen sein, dass unsere Generation bereit ist, nach Lösungen für aktuelle Konflikte zu suchen“.
Die 1.000 Tauben werden bis Pfingsten in der Pallottikirche zu sehen sein. Die Jugendlichen laden herzlich dazu ein, das Kunstwerk zu besuchen und zu erweitern. Im Foyer der Pallottikirche und auf der Website finden Interessierte eine Faltanleitung und eine Impuls zum Thema Hoffnung in Krisenzeiten.
Damit wünscht die Jugendgruppe von Haus Wasserburg eine friedvolle und gesegnete Osterzeit.

Aus der Osternacht:

“Konflikte, Kriege, Krisen. Ob in Gaza, Israel, der Ukraine oder anderswo. Wer dieser Tage die Nachrichten einschaltet oder Zeitung liest, kann leicht den Eindruck gewinnen, dass sich unsere Welt in einer Abwärtsspirale befindet.
Angesichts dieser Katastrophen will manch einer nur noch den Kopf in den Sand stecken; sich verkriechen, die Welt aussperren.
Auch wir, die Jugendlichen des diesjährigen Osterseminars in der Wasserburg kennen dieses Gefühl. Bei aller Machtlosigkeit ist es uns deshalb wichtig, ein Zeichen zu setzen.
Statt mit gesenktem Kopf zu resignieren, laden wir euch ein, euch aufzurichten und den Blick zu heben.
Als Unterstützung haben wir 1.000 Tauben aus Papier gefaltet. Sie fliegen durch diese Kirche. Ihr seht sie über euren Köpfen. Jede einzelne Taube ist eine Erinnerung an die österliche Botschaft. Jede einzelne ist beschriftet. Sie sagen: Habt keine Angst. Er ist auferstanden.
Die Tauben sollen uns als fliegende Botschafter daran erinnern, dass Leid und die Angst letzten Endes nie gewinnen werden, solange es noch Menschen gibt, die ihnen aufrecht und mit Liebe im Herzen entgegentreten. Menschen, die sich für Verständigung einsetzen, für Solidarität und für Frieden.
1) Lasst uns nun gemeinsam bitten, dass auch uns der Mut nicht verlässt, dass wir die Kraft finden, anzupacken, wo wir gebraucht werden und dass wir nicht schweigen, wenn uns Ungerechtigkeit begegnet.
2) Wir bitten dich Gott um Ausdauer, dass wir Hass und Angst entgegentreten. Schenke uns die Zähigkeit, die es braucht, um trotz aller Krisen nicht zu verzweifeln.
3) Wir bitten dich Gott um offene Ohren für ehrliches Zuhören, um Vertrauen und ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe, das keinen Raum für Ausgrenzung bietet.
4) Lasst uns auch für die bitten, die in diesen Tagen besonderen dringend der Hilfe bedürfen. Sei es auf Grund von Kriegen, Klimawandel oder Perspektivlosigkeit. Steh du ihnen bei, schenke ihnen Hoffnung und Zuversicht.
5) Herr wir bitten dich für alle, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Steh du ihnen bei und halte deine schützende Hand über sie. Lass sie wissen, dass du immer an ihrer Seite bist.”

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