So 20. April 2025 (Bildungs- und Gästehaus)

Unter diesem Titel haben sich von Gründonnerstag bis Ostersonntag über 100 Menschen während des Osterseminars in Haus Wasserburg getroffen, debattiert, Ideen entwickelt, Aktionen gestartet und auch – nicht zuletzt – gebetet.
Wie ist unsere Situation? Wo identifizieren wir Krisen – persönliche, gesellschaftliche, politische, kirchliche? Wie können wir uns darin bewähren? Sehr schnell wurde deutlich, dass die Herausforderungen vielfältig sind. Ebenso schnell wurde klar, dass hier Kraft nötig ist. Trotzkraft ist eine Fähigkeit, es bei dem Bestehenden nicht zu belassen – erst recht nicht, wenn es sich um das falsche Bestehende handelt. Überall dort, wo Menschen leiden, wo ihnen Gewalt angetan wird, wo ihre Entfaltungsmöglichkeiten eingegrenzt werden, wo ihre Lebensmöglichkeiten verunmöglicht werden, braucht es Trotzkraft, sich dem entgegenzusetzen.
Im Seminar wurde dem in unterschiedlichen Phasen nachgegangen. Manchmal in der großen Gruppe mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen; häufig in den jeweiligen Altersgruppen. Alle gingen diesen Fragen auf je eigene Art nach und suchten nach Antworten. Die Bandbreite war sehr groß: von sehr persönlichen Fragen über die Gefahr der Zerstörung einer freien Gesellschaft bis hin zu den politischen Großfragen nach Frieden. In einer Videokonferenz mit Israel wurde vor allem die Trotzkraft in Israel und im Gazastreifen angesprochen und diskutiert.
Als besonderes Zeichen gestalteten vor allem die Jugendlichen – dann aber auch mit den Erwachsenen – ein Gipskreuz, in das Bohnen eingearbeitet wurden. Die Kraft der Bohnen brachen das Kreuz schon schnell auf. Das bestehende Falsche – sinnbildlich im Kreuz als Vernichtung des Lebens – wurde und wird aufgebrochen von einem Leben, das es bei der Gewalt nicht belassen möchte.
In den Gottesdiensten wurden die Gedanken und Perspektiven des Osterseminars immer wieder verdichtet und den versammelten Menschen nahe gebracht.
Wer Zeit hat ist eingeladen, sich die Überwindung des Todes durch die Kraft des Lebens im Kreuz vor dem Altar der Pallottikirche anzuschauen.