Wie Erzähler Welten verbinden

In einem Hochgebet zur Nachfolge heißt es: »Die Welt, in der wir leben, trennt zwischen Reich und Arm, mächtig und ohnmächtig, oben und unten. Die Welt, in der wir leben, ist voll von Unrecht und Unterdrückung.« In kurzen, prägnanten Worte spricht der Beter hier eine Erkenntnis aus, die Warnung zugleich ist. Wenn die Welten, in denen sich Menschen bewegen und leben, streng voneinander getrennt werden, entsteht irgendwann Unrecht und Unterdrückung. Denn getrennte Welten wissen nichts voneinander und können auch deshalb nichts voneinander lernen.
Erzähler haben oft die unangenehme Gewohnheit, Welten in Verbindung zu bringen, die wir sauber trennen. Sie bringen Lebenserfahrungen in Berührung zueinander, die wir mit Akribie auseinanderhalten.

Mit Tee, Kaffee und einem Überraschungsimbiss wenden wir uns an diesen Abenden vier Erzählern zu, die uns Begegnungen, Beziehungen und Berührungen zumuten, denen wir vielleicht sonst aus dem Weg gehen würden. Sie erzählen uns komplexe, verwobene Geschichten über das Leben, anstelle der bereinigten, vereinfachten Geschichten, die wir so gut beherrschen. Wenn wir ihrer Einladung folgen, werden wir die biblische Lebensunterweisung deutlicher, tiefer verstehen lernen: »Was Gott verbunden hat, sollte der Mensch nicht trennen«. Wenn wir die Welten betreten, die sie verbinden, werden wir außerdem entdecken, dass wir in solchen Welten sehr gut leben können.

Nähere Informationen finden Sie unter www.siebenquell.de

Die für den 06. März 2020 geplante Veranstaltung “Kelly Barnhill: »Das Mädchen, das den Mond trank«” muss leider aus terminlichen Gründen entfallen!



Veranstaltungsort:
Saal St. Marien an Haus Wasserburg


Termine:
Fr 9. Okt 2020, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Michael Ondaatje: »Kriegslicht«
Einfach kommen! Keine Anmeldung erforderlich.

Fr 20. Nov 2020, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Aaron Appelfeld: »Geschichte eines Lebens«
Einfach kommen! Keine Anmeldung erforderlich.

Logo

Tags: Narrative Theologie
Veranstalter: Siebenquell


Zurück